Christian Jäger
12. Juni 2020

E-Mobility

E-Mobility Die Zukunft ist in vollem Gange: Technologien wie die E-Mobilität ist nicht mehr aufzuhalten. Immer mehr elektrische Fahrzeuge rollen über die Straßen und auch die die Politik fördert elektronische Antriebstechnologien. Hierunter fallen neben den klassischen E-Autos auch Antriebe für elektrische Bahnen oder Busse. Zwar können die neuen Technologien den CO2-Ausstoß langfristig senken – ganz unumstritten sind sie jedoch nicht.

Was E-Mobility mit Klimaschutz zu tun hat

Der Begriff der Elektromobilität bezieht sich auf zwei Dinge. Zum einen bezeichnet er die Nutzung von Elektrofahrzeugen. Zum anderen bezieht er sich auf die Förderprogramme, die diese Nutzung unterstützen sollen.

Die Bundesregierung fördert E-Mobility aus Klimaschutzgründen. Denn im Gegensatz zu Fahrzeugen, die auf fossile Brennstoffe angewiesen sind, stoßen E-Fahrzeuge zumindest im laufenden Betrieb keine Abgase aus.

Wie E-Fahrzeug-Nutzer CO2 sparen

Um mit E-Mobilität maximal CO2 einzusparen, ist eines unumgänglich: Erneuerbare Energien. Nutzer von E-Fahrzeugen stoßen zwar keine Abgase aus. Wenn der Strom jedoch aus Kohle gewonnen wird, belastet das die CO2-Bilanz ebenfalls.

Fahrer, die ihre batteriebetriebenen Autos mit dem durchschnittlichen europäischen Energiemix laden, müssen ihn ungefähr drei bis fünf Jahre fahren, um einen Emissionsvorteil daraus zu ziehen.

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Durch den Ausbau von erneuerbaren Energien kommen viele Veränderungen auf Netzbetreiber und Dienstleister zu.

Das sind die Vorteile der E-Mobility

Neben dem geringeren CO2-Ausstoß haben E-Autos einige weitere Vorteile:

  • Elektrofahrzeuge sind sehr leise und benötigen keine Schaltvorgänge. Sie bieten Fahrern somit mehr Komfort.
  • Elektrofahrzeuge bieten Nutzern mehr Innenraum im Vergleich zu klassischen Autos mit gleicher Größe.
  • E-Autos verursachen beim Aufladen weniger Kosten als ein Benziner beim Tanken.
  • Elektrofahrzeuge werden in Deutschland derzeit niedriger versteuert.

Vor welchen Herausforderungen die E-Mobility steht

Elektro-Mobilität bringt zwar viele Vorteile mit sich. Allerdings stehen Autobauer und Nutzer auch vor Herausforderungen. Trotz der Fördermittel kostet ein Elektrofahrzeug in der Regel mehr Geld in der Anschaffung. Gerade für ärmere Bevölkerungsschichten ist ein E-Auto daher finanziell unattraktiv.

Auch die geringe Reichweite ist eine Herausforderung. Zwischen 300 und 600 Kilometer fahren Nutzer eines E-Autos mit einer aufgeladenen Batterie. Der Ladeprozess dauert bei einem Elektrofahrzeug zudem wesentlich länger.

Wie lange die Ladezeit dauert, hängt vom individuellen Modell und der Ladestation ab. Ein neueres Modell, das an einer Schnellladestation angeschlossen ist, benötigt aktuell rund zwei Stunden Ladezeit. Bei den langsameren Ladestationen in der eigenen Garage beträgt die Dauer zwischen fünf und 21 Stunden. Einige Modelle benötigen eine noch längere Ladezeit.

Im Gegensatz zu klassischen Fahrzeugen haben Kunden bei E-Autos zudem eine kleinere Auswahl. Während sie unzählige Benziner in deutschen Autohäusern finden, genießt das Elektrofahrzeug noch einen exotischeren Status. Allerdings findet hier gerade ein Wandel statt.

Fördermaßnahmen und die politischen Ziele des Klimaschutzes veranlassen Autobauer dazu, immer mehr Elektro-Fahrzeuge zu produzieren. Neben dem amerikanischen Elektrofahrzeug-Produzenten Tesla drängen immer mehr deutsche Autohäuser auf den E-Mobility-Markt. Mittelfristig wird sich das Angebot an Elektrofahrzeugen daher stark erhöhen.

Licht und Schatten: E-Autos und Umweltschutz

Insbesondere die ökologische Frage steht bei E-Mobility im Vordergrund. Die meisten Experten sind sich zwar einig, dass batteriebetriebene Fahrzeuge grundsätzlich eine bessere CO2-Bilanz aufweisen als Antriebstechniken mit fossilen Brennstoffen. Allerdings belasten Batterien die Umwelt anderweitig:

Sie benötigen viele Rohstoffe wie Lithium und Kobalt. Der Abbau der beiden Elemente schadet der Umwelt.

Die Gewinnung von Kobalt birgt zum Beispiel die Gefahr, dass Flüsse und Seen durch saures Grubenwasser vergiftet werden. Denn im Abbauprozess gehen Erze eine Verbindung mit Wasserstoff und Sauerstoff ein und bilden dadurch Schwefelsäure, die sich wiederum im Grubenwasser ansetzt.

Auch der Lithium-Abbau ist nicht unproblematisch. Bauen es die Verantwortlichen aus Salzseen ab, verbrauchen sie dabei viel Wasser. Da Salzseen überwiegend in trockenen Gegenden vorhanden sind, kann der Grundwasserspiegel enorm sinken.

Infolgedessen sterben Pflanzen ab, sodass sich ganze Ökosysteme ändern: Durch die fehlenden Pflanzen fehlt es Tieren an Nahrung, die wiederum für andere Tiere eine Nahrungsquelle sind.

Warum die Infrastruktur entscheidend ist

Eine wesentliche Voraussetzung, um E-Mobility-Projekte umzusetzen, ist die passende Infrastruktur. Neben Werkstätten, die E-Fahrzeuge warten können, sind Nutzer vor allem auf Ladestationen angewiesen. Deutschland kommt zwar beim Bau solcher Stationen voran. Insbesondere in ärmeren Ländern ist die notwendige Infrastruktur jedoch nicht vorhanden. Aus diesem Grund ist die E-Mobility noch weit davon entfernt, global umgesetzt werden zu können.

So entwickelt sich die Infrastruktur in Deutschland

In den letzten Jahren haben Anbieter in Deutschland immer mehr Ladestationen gebaut. Während die Anzahl der Stationen im Jahr 2018 noch rund 9.000 betrug, waren es 2020 bereits knapp 20.000. Verschiedene Energie-Anbieter betreiben die Stationen. Um den Nutzerkomfort zu erhöhen, haben die Betreiber inzwischen eine Vielzahl von Lösungen veröffentlicht.

Auf digitalen Karten können Fahrer zum Beispiel einsehen, wo sie die nächste Ladestation finden. Um das komplette Netz zu benutzen, gibt es mittlerweile Apps. Über sie können Fahrer die Stationen verschiedener Anbieter bedienen und mit einem einzelnen System abrechnen.

Fazit

E-Mobility ist die Nutzung bzw. die Förderung von Elektrofahrzeugen. Aufgrund der Klimaziele stehen E-Mobility-Konzepte im Fokus der Politik. E-Autos haben den Vorteil, dass sie weniger CO2 ausstoßen als Benziner.

Nutzer profitieren von einem größeren Innenraum und einer geringeren Lautstärke beim Fahren. Nicht zuletzt ist eine Batterieladung mit Strom günstiger als eine Tankfüllung mit Benzin.

Allerdings bestehen im Hinblick auf die E-Mobility auch Herausforderungen. Obwohl sich die Fahrzeuge positiv auf den CO2-Ausstoß auswirken, verursachen sie andere ökologische Schäden. Die Batterien bestehen aus seltenen Rohstoffen, deren Abbau die Umwelt belastet. Dies äußert sich zum Beispiel am sinkenden Grundwasserspiegel und an giftigem Grubenwasser.

Auch fehlt es für das E-Auto noch an Ladesäulen. Es gibt immer noch wesentlich mehr Tankstellen, sodass Nutzer von Benzinern ihren Wagen leichter tanken können. Allerdings ist der Wandel hier bereits in vollem Gange.

Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich die Anzahl der Ladestationen in Deutschland von rund 9.000 auf fast 20.000 mehr als verdoppelt. Dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Zudem können Nutzer die Stationen verschiedener Anbieter über eine App mittlerweile mit einem einheitlichen Abrechnungssystem verwenden. Die E-Mobility ist also auf dem besten Weg, zu einem bedeutenden Verkehrskonzept in Deutschland zu werden.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema E-Mobility? Kontaktieren Sie uns! In einem unverbindlichen Gespräch beraten wir Sie gerne.

FAQ

Was ist Elektromobilität?

Die Elektromobilität bezeichnet das Nutzen eines teilelektrisch (Hybrid) oder vollelektrisch angetriebenes Fahrzeug. Darunter fallen elektrische Bahnen, Elektroautos, Elektromotorroller, Elektromotorräder, Elektrobusse, Elektrolastkraftwagen und das Elektrofahrrad.

Welche Vorteile bieten Elektroautos?

  • Elektrofahrzeuge sind sehr leise und benötigen keine Schaltvorgänge. Sie bieten Fahrern somit mehr Komfort.
  • Elektrofahrzeuge bieten Nutzern mehr Innenraum im Vergleich zu klassischen Autos mit gleicher Größe.
  • E-Autos verursachen beim Aufladen weniger Kosten als ein Benziner beim Tanken.
  • Elektrofahrzeuge werden in Deutschland derzeit niedriger versteuert.
  • Geringer bis kein CO2-Ausstoß bei E-Autos

Vor welchen Herausforderungen steht die E-Mobilität?

Zu den Herausforderungen gehören zum Beispiel die hohen Anschaffungskosten eines Neufahrzeuges. Trotz der staatlichen Subventionen kosten E-Autos heute noch mehr als ihr fossiles Pendant. Auch die relativ geringe Reichweite ist eine Herausforderung. Da durch den technologischen Fortschritt, die Batterien stetig verbessert werden, wird diese Herausforderung an Bedeutung verlieren.

Christian Jäger

Websession: Elektromobilität

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Christian Jäger

Christian Jäger

Jeden Tag besser werden - daraus ziehe ich eine große Motivation. Ich brenne dafür, neue Strategien und Technologien kennen zu lernen und Projekte zum Erfolg zu führen. Das Wissen, welches ich jeden Tag erlange, gebe ich mit Begeisterung an andere Menschen weiter.

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