Christian Jäger
 - 10. Juli 2020

Wie Big Data Energieanbietern Wettbewerbsvorteile schafft

Energie-Unternehmen stehen im Wettbewerb vor einer Herausforderung. Kunden verlangen von ihnen lediglich ein Basisprodukt: Energie. Da es verschiedene Energieanbieter gibt, stehen die einzelnen Unternehmen einem enormen Wettbewerbsdruck gegenüber. Sie müssen über ihr Energie-Angebot hinaus Alleinstellungsmerkmale entwickeln, die sie von ihren Wettbewerbern abheben. Auf diese Weise können sie Kunden dazu motivieren, bei ihnen zu bleiben.

Aber wie kann das gelingen? Eine Lösung heißt Big Data.

Warum Big Data mehr als nur die Datenmenge ist und wie Energieanbieter davon profitieren

Big Data ist ein Begriff, von dem auch die Energiewirtschaft entscheidend profitiert. Experten verstehen darunter die Analyse großer Datenmengen.

Unternehmen bilden immer mehr Prozesse digital ab, sodass immer mehr Maschinen in Verbindung mit Software-Lösungen stehen. Über Sensoren geben die Maschinen Daten ab, die in den Systemen verarbeitet werden. Auch die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und Kunden ist digitaler geworden.

Durch diese Entwicklung entstehen immer mehr Daten. Unternehmen nutzen sie, um Prozesse besser zu verstehen und zu optimieren. Im Kundenservice helfen die Daten zum Beispiel dabei, Rückschlüsse über das Verhalten von Kunden zu verstehen.

Allerdings ist die reine Menge der Daten nicht das Entscheidende. Erst mit guten Analyseverfahren bringen sie einen großen Mehrwert.

Indem sie die Daten analysieren, können Unternehmen zum Beispiel mit bestimmten Software-Lösungen zukünftige Prognosen ableiten. Mit den Analyse-Ergebnissen verbessern Firmen auch Anwendungen, die auf Künstlicher Intelligenz beruhen.

Gerade der Energiewirtschaft bringt das entscheidende Wettbewerbsvorteile, da sich mit vielen Datenmengen zum Beispiel der Energieverbrauch besser prognostizieren lässt.

Diese Daten eignen sich für die Analyse

Energieanbieter sollten grundsätzlich so viele Daten aus unterschiedlichen Bereichen wie möglich sammeln. Hierzu gehören zum Beispiel Datensätze aus dem Vertrieb oder dem Marketing. Auch Verhaltensdaten von Kunden können erfasst werden, sodass Unternehmen Trends bemerken und darauf reagieren können. Wenn sie zum Beispiel feststellen, dass Kunden einen speziellen Energiemix und ein zusätzliches Gerät, z. B. ein Smartphone, über ihren Stromvertrag bestellen möchten, können Energiebetreiber solche Angebote ausbauen.

Auf diese Weise können Energie-Anbieter zum Beispiel neue Tarife entwickeln, die an die Bedürfnisse der Kunden angepasst sind. Zudem lassen sich auch völlig neue Produkte entwerfen. Gerade im Zeitalter von Smart Home könnte zum Beispiel eine App Sinn ergeben, die Nutzer in Echtzeit über ihren Energie-Verbrauch informiert.

Zudem ermöglichen Daten auch die effiziente Verwaltung von externen Energieerzeugern: Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Privathaushalte, die selbst Strom mit Photovoltaik-Anlagen erzeugen und überschüssige Energie ins Stromnetz einspeisen.

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Was Energie-Unternehmen bei Big Data beachten müssen

Kunden in der Energiebranche werden immer anspruchsvoller. Big Data hilft Anbietern dabei, diesen Ansprüchen gerecht zu werden und Wettbewerbsvorteile aufzubauen.

Herausforderungen bestehen vor allem durch die in der Branche typischen Regulierungen. Energie-Anbieter müssen viele Vorschriften beachten und sind in ihrer Datennutzung grundsätzlich weniger flexibel als andere Industrie-Unternehmen.

Bevor sie auf Big Data setzen, müssen sie überprüfen, welche Datensätze sie zusammenlegen und analysieren dürfen. Die Regeln sind diesbezüglich sehr unterschiedlich, weshalb es keine pauschale Anleitung dazu gibt. Energieanbieter sind deshalb gut beraten, auf Experten zurückzugreifen, die sich mit dieser Materie exzellent auskennen.

Fazit

Big Data ist mehr als ein einfacher Trendbegriff. Energieanbieter sollten sich auf jeden Fall mit dem Thema beschäftigen: Sie können damit Trends erkennen, neue Produkte entwickeln und Kunden zufriedener machen.

Durch die Daten lassen sich zum Beispiel auch interne Prozesse mithilfe von Künstlicher Intelligenz optimieren. Auf diese Weise sorgt Big Data für den entscheidenden Wettbewerbsvorteil in einem hart umkämpften Markt.

Haben Sie weitere Fragen zu Big Data? Gerne berate ich Sie individuell. Kontaktieren Sie mich einfach, sodass wir mögliche Einsatzfelder von Big Data in Ihrem Unternehmen aufdecken können.

FAQ

Was ist Big Data?

Der Begriff umschreibt zum einen die immer rasanter wachsenden Datenmengen und zum anderen geht es bei Big Data auch um neue und explizit leistungsstarke IT-Lösungen und Systeme, mit denen Unternehmen die Informationsflut, mit Maschine Learning, verarbeiten können.

Wie funktioniert Big Data?

Mit Big Data sind nicht nur riesige Datenmengen oder innovative IT-Lösungen gemeint. Speziell geht es darum, die rohen Daten mithilfe maschineller Lernverfahren gewinnbringend zu analysieren. Als Grundlage zur Entscheidungsfindung, werden Wahrscheinlichkeiten berechnet und Vorhersagen getroffen.

Wie können Energieunternehmen von Big Data profitieren?

Da Unternehmen immer mehr Prozesse digital abbilden, stehen auch immer mehr Maschinen in Verbindung mit Software-Lösungen. Durch diese Entwicklung entstehen immer mehr Daten, welche das Unternehmen nutzen kann, um Prozesse besser zu verstehen und zu optimieren.

Was müssen Energieunternehmen bei Big Data beachten?

Herausforderungen bestehen vor allem durch die in der Branche typischen Regulierungen. Energie-Anbieter müssen viele Vorschriften beachten und sind in ihrer Datennutzung grundsätzlich weniger flexibel als andere Industrie-Unternehmen.

Christian Jäger

Christian Jäger

Jeden Tag besser werden - daraus ziehe ich eine große Motivation. Ich brenne dafür, neue Strategien und Technologien kennen zu lernen und Projekte zum Erfolg zu führen. Das Wissen, welches ich jeden Tag erlange, gebe ich mit Begeisterung an andere Menschen weiter.

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